Schallschutz mit Knauf

Den Wunsch nach Ruhe erfüllen die Knauf Schallschutzkonstruktionen.

Normen

Anforderungen, Vorschläge und Empfehlungen der DIN 4109.

Erforderliche Luftschalldämmung zum Schutz gegen Schallübertragung aus einem fremden Wohn- oder Arbeitsbereich Geschoßhäuser mit Wohnungen und Arbeitsräumen (Auszüge aus Tabelle 3 DIN 4109)

Anforderungen

Geschosshäuser mit Wohnungen und Arbeitsräumen

Bauteile Anforderungen erf. R’w in dB
Wohnungstrennwände und Wände zwischen fremden Arbeitsräumen (Wohnungstrennwände sind Bauteile, die Wohnungen voneinander oder von fremden Arbeitsräumen trennen.) 53
Treppenraumwände und Wände neben Hausfluren (Für Wände mit Türen gilt die Anforderung erf. R’w (Wand) = erf. Rw (Tür) + 15 dB. Wandbreiten ≤ 30 cm bleiben dabei unberücksichtigt) 52
Wände neben Durchfahrten, Einfahrten von Sammelgaragen u.ä 55
Wände von Spiel- oder ähnlichen Gemeinschaftsräumen 55

Beherbergungsstätten

Bauteile Anforderungen erf. R’w in dB
Wände zwischen
- Übernachtungsräumen
- Fluren und Übernachtungsräumen
47

Krankenanstalten, Sanatorien

Bauteile Anforderungen erf. R’w in dB
Wände zwischen - Krankenräumen - Fluren und Krankenräumen- Untersuchungs- bzw. Sprechzimmern - Fluren und Untersuchungs- bzw. Sprechzimmern - Krankenräumen und Arbeits- und Pflegeräumen 47
Wände zwischen - Operations- bzw. Behandlungsräumen - Fluren und Operations- bzw. Behandlungsräumen 42
Wände zwischen- Räumen der Intensivpflege- Fluren und Räumen der Intensivpflege 37

Schulen und vergleichbare Unterrichtsbauten

Bauteile Anforderungen erf. R’w in dB
Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen 47
Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren 47
Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Treppenhäusern 52
Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und "besonders lauten" Räumen (z.B. Sporthallen, Musikräumen, Werkräumen). 55

Anforderungen an die Luftschalldämmung von Bauteilen zwischen „besonders lauten“ und schutzbedürftigen Räumen (Auszüge aus Tabelle 5 DIN 4109)

Art der Räume Bewertetes Schalldämm-Maßerf. R’w in dB
Räume mit „besonders lauten“ haustechnischen Anlagen oder Anlageteilen (Schalldruckpegel LAF = 75 - 80 dB(A)) 57
Räume mit „besonders lauten“ haustechnischen Anlagen oder Anlageteilen (Schalldruckpegel LAF = 81 - 85 dB(A)) 62
Betriebsräume von Handwerks- und Gewerbebetrieben; Verkaufsstätten (Schalldruckpegel LAF = 75 - 80 dB(A)) 57
Betriebsräume von Handwerks- und Gewerbebetrieben; Verkaufsstätten (Schalldruckpegel LAF = 81 - 85 dB(A)) 62
Küchenräume der Küchenanlagen von Beherbergungsstätten, Krankenhäusern, Sanatorien, Gaststätten, Imbissstuben und dergleichen 55
Küchenräume wie vor, jedoch auch nach 22.00 Uhr in Betrieb* 57*
Gasträume, nur bis 22.00 Uhr in Betrieb 55
Gasträume (maximaler Schalldruckpegel LAF ≤ 85 dB (A)), auch nach 22.00 Uhr in Betrieb 62
Räume von Kegelbahnen 67
Gasträume (maximaler Schalldruckpegel 85 dB (A) ≤ LAF ≤ 95 dB (A)) z.B. mit elektroakustischen Anlagen 72

*handelt es sich um Großküchenanlagen und darüberliegende Wohnungen als schutzbedürftige Räume, gilt erf. R’w = 62 dB

Vorschläge

Vorschläge für erhöhten Schallschutz; Luftschalldämmung von Bauteilen zum Schutz gegen Schallübertragung aus einem fremden Wohn- oder Arbeitsbereich (Auszüge aus Tabelle 2 in Beiblatt 2 zu DIN 4109)

Geschosshäuser mit Wohnungen und Arbeitsräumen

Bauteile Vorschläge für erhöhten Schallschutz erf. R’w in dB
Wohnungstrennwände und Wände zwischen fremden Arbeitsräumen ≥ 55
Treppenraumwände und Wände neben Hausfluren (Für Wände mit Türen gilt die Anforderung erf. R’w (Wand) =erf. R’w (Tür) + 15 dB.Wandbreiten ≤ 30 cm bleiben dabei unberücksichtigt) ≥ 55

Beherbergungsstätten, Krankenanstalten, Sanatorien

Bauteile Vorschläge für erhöhten Schallschutz erf. R’w in dB
Wände zwischen Übernachtungs- bzw. Krankenräumen ≥ 52
Wände zwischen Fluren und Übernachtungs- bzw. Krankenräumen ≥ 52

Empfehlungen

Empfehlung für normalen und erhöhten Schallschutz; Luftschalldämmung von Bauteilen zum Schutz gegen Schallübertragung aus dem eigenen Wohn- oder Arbeitsbereich (Auszüge aus Tabelle 3 in Beiblatt 2 zu DIN 4109)

Wohngebäude

Bauteile Empfehlungen für normalen Schallschutz erf. R’w in dB Empfehlungen für erhöhten Schallschutz erf. R’w in dB
Wände ohne Türen zwischen "lauten" und "leisen" Räumen unterschiedlicher Nutzung, z.B. zwischen Wohn- und Kinderschlafzimmer 40 ≥ 47

Büro- und Verwaltungsgebäude**

Bauteile Empfehlungen für normalen Schallschutz erf. R’w in dB Empfehlungen für erhöhten Schallschutz erf. R’w in dB
Wände zwischen Räumen mit üblicher Bürotätigkeit 37 ≥ 42
Wände zwischen Fluren und Räumen wie vor 37 ≥ 42
Wände von Räumen für konzentrierte geistige Tätigkeit oder zur Behandlung vertraulicher Angelegenheiten, z. B. zwischen Direktions- und Vorzimmer 45 ≥ 52
Wände zwischen Fluren und Räumen wie vor 45 ≥ 52

**es ist darauf zu achten, dass diese Werte nicht durch Nebenwegübertragung über Flur und Türen verschlechtert werden.

Erläuterungen zu Empfehlungen für Schallschutz gegen Schallübertragung im eigenen Wohn- oder Arbeitsbereich

In besonderen Fällen können wegen unterschiedlicher Nutzung und Schallquellen in einzelnen Räumen oder wegen sonstiger erhöhter Schutzbedürftigkeit auch Schallschutzmaßnahmen im eigenen Wohn- und Arbeitsbereich wünschenswert sein. Um dem Planer eine Orientierung für schallschutztechnisch sinnvolle Maßnahmen zu geben, werden in Tabelle 3 des Beiblattes 2 der DIN 4109 Empfehlungen für einen erhöhten Schallschutz zum Schutz gegen Schallübertragung aus dem eigenen Wohn- oder Arbeitsbereich gemacht.

Der Schallschutz einzelner oder mehrerer Bauteile nach diesen Empfehlungen muss ausdrücklich zwischen dem Bauherrn und dem Entwurfsverfasser vereinbart werden, wobei hinsichtlich Eignungs- und Gütenachweis auf die Regelungen in DIN 4109 Bezug genommen werden soll. Wird ein Schallschutz nach o.g. Tabelle vereinbart, muss dies bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Bei der Ausführung ist auf eine enge Abstimmung der beteiligten Gewerke zu achten.