Schallschutz mit Knauf

Den Wunsch nach Ruhe erfüllen die Knauf Schallschutzkonstruktionen.

Schallschutz-Kompetenz

Die Welt wird immer lauter – das Leben immer hektischer. Viele Lärmquellen lassen sich nicht ohne weiteres abschalten und sorgen für zusätzlichen Alltagsstress.

Daher ist es sehr wichtig, Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten. Am Arbeitsplatz, in öffentlich zugänglichen und anderen stark frequentierten Gebäuden sowie nicht zuletzt bei Wohneigentum wird Schallschutz immer bedeutender, wenn es um Wohn-, Arbeits- und Lebensqualität geht.

Bieten Sie Wohnungseigentümern, Bauherren aber auch öffentlichen Bauträgern und Investoren im Industrie- und Gewerbebau Sicherheit in Sachen Schallschutz mit den Knauf Schallschutz-Systemen – über die Norm hinaus. Nutzen Sie die hohe Planungs- und Verarbeitungssicherheit mit fein abgestuften Systemlösungen und die volle Unterstützung durch umfangreiche Knauf Serviceleistungen. So erhalten Sie eine neue Flexibilität bei Schallschutzanforderungen.

Aufgabe

Architekten und Ingenieure haben die Aufgabe, bei der Planung und Errichtung von Gebäuden den entstehenden Schallabzumindern. Es sind Arbeitsräume und Wohnungen zu schaffen, die dem Benutzer und Bewohner die Möglichkeit bieten, bei ausreichender Ruhe zu arbeiten bzw. sich zu entspannen und zu erholen.

Die technisch-physikalischen Zusammenhänge der Schalltechnik sind sehr vielseitig und in ihrer Endauswirkung oft schwer durchschaubar. Neben Kenntnis der reinen physikalischen Grundlagen muss eine Vielzahl von Mess- und Beurteilungsverfahren (festgelegt in Normen, Gesetzen und Richtlinien) unterschieden werden, die jeweils für die Teilgebiete der Akustik vorgeschrieben sind.

Für schalltechnische Planungen und Nachweise wird im Allgemeinen DIN 4109 in Verbindung mit Beiblatt 1 herangezogen. Die darin enthaltenen Rechenwerte basieren auf Messdaten, deren Ursprung rund 20 Jahre zurückliegt. In der Zwischenzeit sind nicht nur die Prüfbedingungen (Prüfstände, Messtechnik) verbessert worden, es sind im Zuge der Harmonisierung der nationalen Normen bereits neue europäische Normen erschienen (z.B. DIN EN 20140; DIN EN ISO 140, DIN EN ISO 717) bzw. im Stadium der Bearbeitung (z.B. prEN 12354). Die anwendungsrelevanten Eigenschaften (z.B. Schallschutz, Brandschutz) von Bauteilen sind der europäischen Normung folgend vom Systeminhaber (Hersteller) durch entsprechende Nachweise (Konformitätserklärung) zu bestätigen.

Trockenbau ist Leichtbau

Prinzip des Leichtbaues ist die Auflösung massiver Strukturen in einem nach funktionalen Gesichtspunkten aufgebauten System einzelner Komponenten, die sich zu einem neuen Ganzen zusammenfügen. Dafür gilt: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile!

Die Gipsplatte hat sich im zurückliegenden Jahrzehnt erheblich weiterentwickelt. Leichtere und im Gefüge und Zusammenwirken mit dem Karton verbesserte Platten ermöglichen Brandschutzkonstruktionen, die älteren - schwereren -Systemen überlegen sind. Eine systemoptimierte -d. h. auf Profil, Platte und Montage abgestimmte -Verschraubung gestattet es, heute Wandhöhen zu erreichen, die früher nicht denkbar schienen.

Diese Veränderungen verliefen Hand in Hand mit fertigungstechnischen Weiterentwicklungen und notwendigen Anpassungen an veränderte Rohstoffbedingungen. Weniger Masse bedeutet auch leichteres Handling auf der Baustelle und wirtschaftlichere Nutzung von Transportkapazität.

Die Erfüllung der einschlägigen Schallschutzanforderungen wird durch die Verwendung neuer Rechenwerte nicht in Frage sondern auf einer sicheren Grundlage gestellt. Für jede Schallschutzanforderung gibt es eine geeignete Gipsplatten- Konstruktion, die den technischen und wirtschaftlichen Erfordernissen zugleich gerecht wird.

Neue Philosophie

Dezidierte Detailfestlegungen für Produkte (Profile, Dämmstoffe etc.), die Bestandteil von Bauteilen z.B. mit einer bestimmten Schalldämmung sind, wird es künftig nicht mehr geben. Die Komponenten eines Systems werden vom Systemeigner (z.B. Hersteller) ausgewählt und mit den notwendigen Detailangaben versehen. Dies bedeutet: der Hersteller liefert einen Bausatz ("Kit") mit zugesicherten Systemeigenschaften, die die Austauschbarkeit von Komponenten weitgehend ausschließen. Ebenso sind präzise Ausführungshinweise nicht mehr einer Norm, sondern den Hersteller/Systemeigner-Instruktionen zu entnehmen.

Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Reproduzierbarkeit von Messwerten in Prüfständen bzw. die Notwendigkeit einer statistischen Bewertung von Messwerten unter Angabe eines bestimmten Vertrauensbereiches. Mit lediglich einer Messung den schalltechnischen Kennwert für ein Bauteil zu gewinnen und damit die Erwartung zu verknüpfen, dass Prognoserechnung und Nachmessung im Gebäude punktgenau übereinstimmen, ist praxisfremd und auch wissenschaftlich nicht haltbar. Dennoch ist dies die bislang übliche Vorgehensweise.

Künftige europäische Normen werden also auch diesem Aspekt durch eine neue Philosophie Rechnung zu tragen haben.